Meine ganz persönliche Freiheit

von Cassandra, 18 Jahre

„Was bedeutet Freiheit eigentlich?“ Mit dieser essenziell wichtigen Frage begann die Akademie der Freiheit und die Antworten darauf ließen sich in jedem Vortrag, von Ökonomie über Politik bis Philosophie, wie ein roter Faden durch die ganze Akademie wiederfinden.

Am Sonntag nahmen 20 junge Erwachsene den langen Weg ins malerische Netzen auf sich.

Zusammen mit Referenten, Dozenten und Personen des öffentlichen Lebens diskutierten wir täglich über den Liberalismus und dessen Formen, wie zum Beispiel den Ordoliberalismus, die Österreichische Schule, Friedrich A. von Hayek, Milton Friedman, Karl Popper und viele weitere ähnlich wichtige ökonomische, aber auch gesellschaftliche Themen, die unser tägliches Handeln beeinflussen. Neben einem Besuch des Bundestages und der FOCUS-Redaktion in Berlin verbrachten wir unsere vortragsfreie Zeit am oder wohl eher im See, der sich direkt am romantischen Tagungshotel erstreckte. Abends standen neben Paddelbootfahrten auch Diskussionen aktueller Themen, oder einfach private Gespräche in kleineren Kreisen zur Wahl. In drei Planspielen, darunter einem Ministerspiel (man nenne mich bitte Frau Verteidigungsministerin;-) ) verbesserten wir unsere Rhetorik- und Argumentationstechniken, die wir am Tag zuvor in Gruppenarbeiten erlernt hatten.

Und nach sechs Tagen ausführlichen Debatten und spannenden Vorträgen von verschiedenen Professoren und Dozenten kann ich diese Frage nun für mich beantworten:

Es ist ein Begriff mit vielen Facetten: Angefangen von Arbeitsfreiheit bis hin zu Versammlungsfreiheit.

Doch für mich bedeutet Freiheit vor allem Eines: Jeden Tag und jeden Augenblick die Dinge tun zu dürfen, für die ich eine Leidenschaft hege.

Denn Freiheit heißt nicht nur, frei handeln zu dürfen, sondern ganz elementar auch, hinzugehen, wo man nur will, seine Meinung immer äußern zu können, ohne mit Strafen bedroht zu werden, in der Demokratie freie Wahlen zu haben und als aller Wichtigstes: Sich frei zu fühlen.

Mit Sicherheit betrifft all das nicht alle Menschen auf dieser Welt. Für uns, diejenigen, die das Privileg haben, die Freiheit wirklich leben zu können, bedeutet sie vermutlich etwas anderes als für Menschen manch anderer Kulturen, Regionen, Religionen oder Ländern. Diese Menschen träumen von einer Freiheit weit ab von Krieg, nicht existierenden Menschenrechten, fehlender Meinungsfreiheit, Hass und Intoleranz.

Wenn jeder von uns für die Freiheit eintritt, die Werte des Liberalismus vertritt, sich nicht klein kriegen lässt, dann sind wir jedoch auf dem richtigen Weg in eine liberale Zukunft. Freiheit ist nichts Selbstverständliches, wir müssen kontinuierlich an ihr arbeiten.

Die Freiheit ist für jeden einzelnen wohl etwas ganz persönliches und auch ich könnte, wie wohl jeder, der die Akademie der Freiheit besucht hat, gleich ein ganzes Buch darüber verfassen. Doch im Endeffekt läuft es auf diese ganz einfache Schlussfolgerung hinaus: Ich habe die freie Entscheidung getroffen mich für die Akademie zu bewerben, und ich bereue keine einzige Minute der sechs Tage. Ich habe unglaublich viel neu dazugelernt, neue Freunde gefunden, mit denen ich noch lange Kontakt halten werde und mit denen ich zusammen für eine liberalere Welt einstehen werde. Danke an Alle!

„Freiheit bedeutet “sein wie ich bin”.
Freiheit heißt für mich: Fehler machen wie’n Kind
Und wenn’s sein muss, fall ich halt hin,
Doch ich steh wieder auf.”

– Curse, “Freiheit”